KURZKONZEPTION

Kinderkrippe St. Josef Hagelstadt

Träger:
Kath. Kirchenstiftung Hl. Dreifaltigkeit - Hr. Pfr. Josef Moritz

Erarbeitet Frühjahr 2012 - Fr. Auburger
Ergänzungen im Okt.2013

Krippenpersonal:
Fr. Christa Auburger, Erzieherin, Leitung
Fr. Steffi Fröhlich, Erzieherin
Fr. Anita Weber, Kinderpflegerin

 

Die Eingewöhnung
Wir arbeiten nach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“

  • Die dreitägige Grundphase
    Die Mutter/der Vater kommt mit dem Kind in die Krippe  für ca. 1 Std. Die Bezugsperson bleibt beim Kind, ist aktiv da; die Fachkraft beobachtet, verhält sich zurückhaltend.
     
  • Trennungsphase
    Die Bezugsperson bleibt  mit in der Gruppe und verabschiedet sich bewusst und deutlich vom Kind. Dieses bleibt ca. 10 min.  allein mit der Fachkraft und den anderen Kindern  in der Gruppe. Diese „Auszeit“ verlängert sich nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes.
     
  • Stabilisierungsphase
    Diese Phase beginnt schon in der Grundphase. Die Fachkraft übernimmt langsam die Versorgung des Kindes. (Spielpartner, Füttern, Wickeln)
    Die Bezugsperson des Kindes zieht sich langsam zurück, ist aber immer noch „da”.
     
  • Schlussphase
    Die Bezugsperson hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, ist jedoch jederzeit erreichbar.
    Die Anfangsphase des Kindes in der Krippe kann 1 Std. betragen und wird je nach Situation erweitert.
    Die Eingewöhnungsphase ist erst ganz abgeschlossen, wenn sich das Kind von der Fachkraft trösten lässt und das Kind   zeigt, das; es ihm gut geht, dass es  eine stabile vertrauensvolle Bindung aufgebaut hat.
    In der Eingewöhnungszeit ist ein kontinuierlicher Austausch zwischen Fachkraft und Eltern unabdingbar.

Grundlagen der Pädagogik   für Kinder unter 3 Jahren

  • Das pädagogische Grundverständnis
    Die Kinder sind von Anfang an „Wach, Neugierig und Klug“
    Die Kinder lernen in einem „atemberaubenden Tempo“.
    Das Kind hat von Anbeginn seines Lebens den inneren Drang sich zu entwickeln. Es will wachsen und sich Fähigkeiten und Wissen aneignen.
    Mutter-Kind-Bindung und Krippenpädagogik ein Widerspruch?
    Kinder verfügen von Geburt an über ein Verhaltenssystem, dass es ihnen ermöglicht Bindungsverhalten gegenüber einer oder einigen wenigen Personen zu zeigen. Die meisten Kinder entwickeln in den ersten 9 Monaten Bindungen gegenüber Personen, die sich DAUERHAFT um sie kümmern.
    Die Mutter/der Vater  eines Krippenkindes sind die ersten und wichtigsten Bindungspersonen für ihr Kind.
    Nach dem ersten Lebensjahr wird das Bindungsverhalten zunehmend komplexer.
    Damit das Kind seinen Bezugspersonen gegenüber Bindungsbeziehungen entwickeln kann ist es notwendig, dass diese sich ihm gegenüber FEINFÜHLIG  verhalten.
     
  • Unser Bild vom Kind
    Für uns gilt das Kind als eine  von Anfang an lernfähige und lernbegierige Person, die ihre Entwicklung durch SELBSTTÄTIG sein mitgestaltet.
    Der „kompetente Säugling“.
    Bereits der Säugling ist ein eigenaktives Wesen, das mit Kompetenzen ausgestattet ist, die es für seine Entwicklung  braucht. Das Kind hat von Anfang an das Bedürfnis, seine Welt zu erforschen und zu begreifen.
    Neugierde und Entwicklungsdrang sind der Beweis dafür,  das. Kinder am meisten  profitieren  wenn sie möglichst viel handeln, denken, experimentieren dürfen.
     
      • „Erkläre mir und ich vergesse.
        Zeige mir und ich erinnere.
        Lass es mich tun und ich verstehe“
          (Konfuzius)

    Das Kind wird in seiner Ganzheit wahrgenommen, so dass Körper, Seele und Geist eine Einheit bilden können.
    In einer Atmosphäre, in der Kinder seelisch, geistig und körperlich geborgen sind, können sie Lebensfreude entwickeln.
    Vorrausetzung dafür ist ein liebevoller, feinfühliger Umgang mit den Kindern. Dadurch kann sich Bindung und Beziehung entwickeln und ermöglicht den Kindern ein intensives, fröhliches Lernen und eine positive Entwicklung.

  • Die Rolle der Erzieherin
    Die Erzieherin hat die wichtige Rolle der „Entwicklungsbegleiterin“.
    Unsere Rolle besteht darin dem Kind vielfältige Erfahrungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, durch die es alle Sinne ausprobieren  und ausbilden kann.
    Die Grundlage solcher kindlichen Erforschung der Welt ist eine sichere Bindung, Emotionalität, Wärme und Verstehen. Auf dieser Grundlage können die Kinder ihre Umwelt wahrnehmen und das Wahrgenommene auch verarbeiten.
    Wir freuen uns ihr Kind ein kleines Stück auf diesem spannenden Weg in die Welt begleiten zu dürfen.

Die pädagogischen Ziele

Das Fundament, auf dem die gesamte pädagogische Arbeit ruht, ist die Wahrnehmung und Befriedigung der Grundbedürfnisse und elementaren Bedürfnisse von Kleinstkindern:
                               Bindung    Kompetenz   Autonomie
Die Grundlage aller pädagogischen Ziele ist die vertrauensvolle Beziehung zwischen Erzieherin/Erzieher und Kind.
Ziel unserer pädagogischen Arbeit  ist es, das Kind zu einer selbstständigen, toleranten, selbstbewussten, sensiblen Persönlichkeit zu erziehen.

Maria Montessori sagte:

    „Hilf mir es selbst zu tun“
    „Zeig mir, wie es geht.
    Tu es nicht für mich.
    Ich kann und will es allein tun.
    Hab Geduld, meine Wege zu begreifen.
    Sie sind vielleicht länger.
     Vielleicht brauche ich mehr Zeit,
    weil ich meine Versuche machen will.
    Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen“.

Ihr Kind ist  EINMALIG und ein Geschenk Gottes.
Wertorientierte und Religiöse Kinder
Sprachkompetente  Kinder
Fragende und forschende Kinder
Künstlerisch aktive Kinder
Starke Kinder


Das pädagogische Angebot

  • Freispiel
    „Das Spiel ist die ureigenste Ausdrucksform des Kindes“
    (BEP 2006 S. 30)
     
  • Projekte; Angebote
    Grundsätzlich bieten wir den Kindern alles an, was ihnen Freude und Spaß bereitet und was ihre Entwicklung unterstützt. Dabei orientiert sich unsere pädagogische Arbeit am Erfahrungs- und Entwicklungsstand der Kinder.
     
  • Das Spielen im Garten
    Das Spielen  im Garten, der Aufenthalt an der frischen Luft ist ein nicht zu unterschätzender Faktor im Tagesablauf.
    Wir gehen täglich mit den Kindern in den Garten.
     
  • Feste und Feiern
    Durch das Kirchenjahr nehmen wir mit den Kindern an den religiösen Festen im Jahreskreis teil.
    Beim Geburtstagsfest steht das Kind im Mittelpunkt und wir feiern diesen besonderen Tag.
     
  • Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern
    Die Eltern tragen die Hauptverantwortung für die Erziehung und Bildung ihres Kindes,
     Für uns ist es sehr, sehr wichtig mit den Eltern intensiv zusammenzuarbeiten. Nur durch ein wohlwollendes Miteinander kann Erziehung gelingen.
     
  • Zusammenarbeit mit  Fachdiensten
    Um frühzeitig geeignete Hilfen zu erhalten, ist die Zusammenarbeit mit Fachdiensten bei der Früherkennung und Frühförderung einzelner Kinder mit Entwicklungsrisiken unentbehrlich.
     
  • Zusammenarbeit mit dem Träger
    Die Kirchstiftung, vertreten durch Hr. Pfr. J. Moritz legt die Rahmenbedingungen, wie die personelle und finanzielle Ausstattung, Bereitstellung der Räume und Anlagen; Elternbeiträge, Kindergartenordnung; fest.
     
  • Zusammenarbeit mit dem Kindergarten St. Josef
    Da Kindergarten St. Josef und Krippe St. Josef in einem Haus untergebracht sind ist es selbstverständlich dass ein pädagogischer und organisatorischer Austausch stattfindet.